“Sag mir, Nicu, werden denn Menschen in Rumänien erschossen?” (Teil 2)
16. Juni 2009, 12:39 Uhr

Fortsetzung von Teil 1 >>>
IIPM: Können Sie sich an den Anruf aus Bukarest erinnern, der während des Prozesses kam und die Beschleunigung der Gerichtsverhandlung forderte?
Andrei Kemenici:
Ja, General Militaru intervenierte zwei Mal. Er erweckte den Eindruck, er sei der eigentliche Verteidigungsminister. Er fragte mich, was geschehen sei und warum er keinen Rapport erhalten habe. Ich teilte ihm mit, dass der Prozess hier statt finden würde, worauf er mich aufforderte, den Prozess zu beschleunigen. Ich ging zu Stănculescu und berichtete ihm, dass Militaru angerufen und befohlen hatte, den Prozess zu beschleunigen. Er antwortete darauf, dass dies unmöglich sei, was ich Militaru auch mitteilte.
Nach einer Viertelstunde oder 20 Minuten rief mich dieser erneut an und wollte wissen, ob wir das Verfahren denn nicht endlich abgeschlossen hätten. Ich saß die gesamte Zeit draußen und ging nicht in den Saal hinein. Also ging ich erneut in den Gerichtssaal und teilte Stănculescu mit, dass Militaru angerufen hatte. Er befahl darauf Oberst Gheorghe Ştefan ans Telefon zu gehen, um mit Militaru zu sprechen und ihm zu sagen, dass sie in Kürze fertig seien. Es sind also zwei Telefonate eingegangen.
Als ich in den Gerichtssaal trat, sagte ich zu Boieru – ich kannte ihn aus der Schulzeit in Braşov -, er solle mich ja nicht filmen. Man hört nur im Film, wie sich eine Tür öffnet und wieder schließt.
Ich ging also zu Stănculescu und sprach mit ihm, er war mein direkter Chef.
Wir hatten während der Revolution drei Minister: Guşă, mit dem ich ein einziges Mal ein Wort gewechselt hatte und zu dieser Zeit wusste er nicht, dass sich Ceauşescu in meinem Gewahrsam befand. Der zweite war Militaru, der dritte Stănculescu. Auch Ceauşescu hatte mich gefragt:
„Wer ist dein Oberkommandierender?“
Ich antwortete ihm, dies sei der Oberbefehlshaber der Armee, doch jetzt in der Revolution sei die Sache anders und ich stünde unter dem Kommando eines anderen Befehlshabers. Er wollte wissen, wer dies sei. Ich antwortete, dies sei dem Protokoll zu Folge Guşă, dem ich mich unterordnen müsse.
„Wie, diesem Verräter? Er ist genauso ein Verräter wie Milea!“, brüllte mich Ceauşescu an. Ich bemerkte, dass ihm dies nicht gefiel und erzählte ihm, dass ich im Fernsehen gesehen hätte, wie Generaloberst Militaru den Oberbefehl über die Armee übernommen hätte.
„Der Mann ist ein sowjetischer Spion unter KGB-Kommando!“, entgegnete mir Ceauşescu.
Ich antwortete ihm darauf, dass ich vom Oberbefehl der Armee, von Gheorghe Voinea den Befehl erhalten hätte, nur die Anordnungen Victor Stănculescus auszuführen. Ceauşescu wollte die ganze Zeit, dass ich ihm in die Augen schaue. Ich hielt es nicht die ganze Zeit durch und schaute zur Seite, weil ich genau wusste, dass ich ihn anlog und ihn nicht mit meinen Worten überzeugen konnte.
„Das ist sehr gut! Nehmen Sie nur Befehle von Stănculescu entgegen, denn ich habe ihn heute Morgen zum Verteidigungsminister ernannt!“, rief Ceauşescu.
Ich erfuhr später aus Dokumenten, dass er die Wahrheit gesagt hatte. Nachdem Ceauşescu von Mileas Tod benachrichtigt worden war, ließ er Stănculescu zu sich rufen und ernannte ihn zum Minister. Das, was mir Ceauşescu damals also gesagt hatte, war die Wahrheit gewesen.
Mein persönliches Schicksal und das der erfolgreichen revolutionären Ereignisse lagen folgenden Umständen zugrunde: Ich erhielt von den Revolutionären aus Bukarest um Iliescu den Befehl, nur die Anweisungen Stănculescus auszuführen und mich niemand anderem unterzuordnen. Von Ceauşescu erhielt ich die gleiche Bitte. Ich bin demnach der letzte Offizier der rumänischen Armee gewesen, der seine Order ausführte. Angesichts dieser Tragödie, die Ceauşescu widerfahren ist, vergoss ich zwei Tränen für ihn. Heute habe ich ein reines Gewissen, denn ich führte das aus, was mir befohlen wurde. Diese Entscheidung wiegt noch heute schwer auf Stănculescu. Er war hierher geschickt worden, den Ceauşescus das Ende zu bereiten. Man wollte ihn damit testen und sehen, auf welcher Seite er stand – ob er für die Revolution war oder immer noch auf der Seite Ceauşescus. Noch heute ist seine Position zur Revolution umstritten. Man sagte ihm:
„Wenn du mit uns bist, demonstrier es uns!“, und schickte ihn hierher nach Târgovişte.
Meiner Meinung nach ist das, was er hier getan hat, ein Verbrechen. Er hat sie hier tot herausgeholt und gesagt: „Seht ihr, ich bin auf eurer Seite!“ Die Führung der Revolution war schlecht. In drei Punkten hat sie Ceauşescu vergessen, denn man hatte in Bukarest andere Pläne. Erstens, habe ich 68 Stunden, also vier Tage und drei Nächte über, immer wieder darum bitten müssen, man möge herkommen, um ihn hier heraus zu holen. Man ließ ihn also zu einem Zeitpunkt hier zurück, als alles Mögliche hätte passieren können. Er hätte auch sterben können, wenn sie es gewollte hätten. Seine Aburteilung interessierte sie nicht. Sie dachte nur daran, sich seiner zu entledigen. Sie ließen ihn also hier an diesem Ort unter meiner Aufsicht zurück und ich musste mit ihm auskommen – und das angesichts tausender Revolutionärer und Armeemitglieder, die gegen ihn waren. Das war also vier Tage und drei Nächte über die Situation.
Zweitens, ließ man sie nach der Hinrichtung nach Bukarest fliegen und vergaß ihre Kadaver auf einem freien Feld – auf dem Spielfeld der Fußballmannschaft Steaua. In der Nacht vom 25. auf den 26. lagen Ceauşescus unter freiem Himmel. Es hätten sie auch die Wölfe fressen können. Die ganze Nacht vom 25. auf den 26. baten wir das rumänische Fernsehen und die Revolution, das Filmband nicht auszustrahlen. Denn diese hatten bereits berichtet, dass Ceauşescu vor Gericht gestellt, abgeurteilt und exekutiert worden war. Auf unseren Wunsch hin wurden nur Fragmente des Prozesses gezeigt, denn wir befürchteten Vergeltungsmaßnahmen gegen uns. Es hätten seine ihm noch loyal ergebenen Kräfte hierher kommen können, um uns umzubringen. In Wirklichkeit wurde der gesamte Prozess erst im April des kommenden Jahres ausgestrahlt. Das Ausland hatte den vollständigen Film aber bereits vorher gesehen.
Drittens, wir sprechen über den Morgen des 26. Dezember: Stănculescu und die anderen fanden seinen Kadaver und brachten ihn zum Militärkrankenhaus von Bukarest, wo er bis zum 30. Dezember in der Kühlkammer des Leichenschauhauses eingelagert wurde. Und bedenken Sie bitte: Wir sind Orthodoxe. Nach zwei bis drei Tagen ist dem Glauben nach ein Begräbnis vorzunehmen. Vom 25., 26., 27., 28., 29, und schließlich bis zum 30., – das sind sechs Tage – sind sie dort abgestellt worden und niemand interessierte das. Das ist etwas sehr Hässliches. Erst am 30. kam jemand und holte sie da raus, um sie zu begraben. Ich glaube das waren Voiculescu und andere Revolutionäre. So wurden sie das dritte Mal vergessen. Das war also das Schicksal und gleichzeitige Tragödie dieser zwei Tyrannen.
IIPM: Wurde während des ganzen Filmes über gefilmt oder gibt es Teile, die nicht aufgenommen worden sind?
Andrei Kemenici: Es wurde alles gefilmt. Eine einzige Stelle – und hierfür war der Kameramann verantwortlich –, ist nicht aufgenommen worden: nämlich der Anfang der Exekution. Nachdem sich alle in Bewegung gesetzt hatten und Richtung Kasernenhof gingen, wollte der Kameramann die Kabel für das Aufnahmegerät herausziehen – denn damals funktionierte alles über Kabel. Er hatte keine Akkus dabei – und fragte uns nach einer Verlängerungsschnur. Doch woher sollten wir diese nehmen? Wir waren schließlich eine Militäreinheit. Bis er es schaffte, eine Kassette herbei zu holen, wurde schon geschossen. Wir hatten ja nicht damit gerechnet, dass die Exekution direkt vor Ort und Stelle durchgeführt werden würde. Wir rechneten damit, dass mindestens fünf Tage Einspruchsrecht gewährt würden – so sah es zumindest das damals gültige rumänische Strafgesetzbuch vor, da war nirgends die Rede von einer sofortigen Exekution.
Ich möchte Ihnen noch etwas sehr Wichtiges erzählen – und das ist meine persönliche Meinung: Nicht einmal der Präsident des Prozesses Gică Popa rechnete mit einer Exekution am selbigen Tag. Es wussten nur Voican Voiculescu, Stănculescu und Măgureanu, dass es zu einer Exekution kommt, denn sie hatten sie ja organisiert. Alle anderen wussten nichts davon.
Popa notierte sich in den 15 Minuten Vorbereitungszeit vor dem Prozess, was er während der Verhandlung zu tun hatte. Schauen Sie sich den Prozess erneut an und achten Sie darauf, dass sich auf Popas Tisch keinerlei Unterlagen befanden. Sie führten den Prozess aus dem Gedächtnis heraus. Er hatte nur seine Brille dabei. Als er hinauslief, fragte er mich nach den Dokumenten und ich führte ihn in ein Zimmer und übergab ihm die Dokumente. Da Popa die Exekution nicht gesehen hatte, sagte ich zu ihm:
„Herr Oberst, Sie haben nicht gesehen, was Sie getan haben.“
Er sagte mir nur, dass er es gehört habe. Er nahm seinen Hut vom Kopf und sagte nur:
„Gott vergib mir.“
Er sagte mir, dass es nicht legal sei, was hier abgelaufen sei, doch sie hätten es verdient. Meine Meinung ist also nach wie vor, dass er nichts von der Exekution wusste, und dass er sich deshalb umbrachte, weil er Gewissenbisse hatte. Das Schlimmste in dieser Revolution war diese Exekution. Ich bedauere, dass er nicht am Leben geblieben ist, denn er hätte Ihnen diese Dinge selbst erzählen können. Als orthodoxer Christ kann ich wohl sagen, dass man ihm verzeihen muss für diesen Prozess und für die Aburteilung, die nach den gültigen Gesetzen der damaligen Zeit durchgeführt wurden, denn es gab ein Gesetz in Rumänien, eines unter den letzten, das – vielleicht gab es ein ähnliches noch in Afghanistan – die Todesstrafe vorsah. So starb Ceauşescu auf Basis seiner eigenen Gesetze. Was ich Voiculescu und Stănculescu vorwerfe, ist, dass sie Ceauşescu das Recht auf Berufung verweigerten.
IIPM: Als ihnen nach dem Prozess die Hände gebunden und sie den Gang entlang geführt worden sind, wieso mussten sie den weiteren Weg gehen, statt – wie bisher angenommen – den direkten zu nehmen?
Andrei Kemenici: Weil der kürzere durch Soldaten versperrt war. Die gesamte Kaserne war zwischen 12.30-14.00 Uhr, im Grunde nachdem man gesehen hatte, wer aus den Hubschraubern ausgestiegen war, auf den Beinen und wollte wissen, was sich hier abspielte. Die Nachricht verbreitet sich wie ein Lauffeuer – schneller als über Telefone -, dass sich Ceauşescu in unserem Gewahrsam befand. Alle waren darauf fixiert zu erfahren, was sich hier abspielte. Es war eine Grabesstille. Alle schauten und hörten nur in unsere Richtung. Alle warteten das Ende ab und dementsprechend, dass wir die Ceauşescus zum Hubschrauber brächten, denn so war die allgemeine Erwartung: dass man sie hier aburteilen, also zum Tode verurteilen würde – denn nach dem Strafgesetzbuch gab es keine andere Strafe als die Todesstrafe, das war klar. Sie begingen nur den Fehler, dass sie die beiden hinrichteten, ohne ihnen die Möglichkeit auf Berufung einzuräumen. Eine andere Strafe war undenkbar.
Doch er starb heroisch – heroisch! Die russischen Kommunisten sangen auf den Schlachtfeldern die Internationale. Er, der diese internationalistische Richtung abgelehnt und einen nationalistischen Kurs eingeschlagen hatte, sang die Internationale als er zur Exekution geführt wurde. Und bevor er starb, sagte er:
„Es lebe die freie und unabhängige Sozialistische Republik Rumänien!“
Er starb also heroisch, vielleicht kann ich dies in Anführungszeichen setzen, aber ich bleibe dabei: heroisch – im Sinne, dass er den Tod akzeptierte und auch seiner Frau damit Mut machte. So starben sie im Glauben, sich für ein sozialistisches Rumänien geopfert zu haben. Ich glaube, er hätte das Recht auf Berufung auch dann abgelehnt, wenn man es ihnen gewährt hätte, ganz so wie Antonescu.
Er war kein Patriot, er war ein Fanatiker, der sich für einen Gott und Herrscher Rumäniens hielt. Wir waren seine Sklaven, die seine Befehle ausführten.
IIPM: Zwischen Elena und den Soldaten gab es ein Gerangel. Erzählen Sie bitte hiervon.
Andrei Kemenici: Ja, da hat es auch einen kleineren Zwischenfall gegeben. Doch ich möchte auf ihren Fanatismus zurückkommen – an diesen Irrglauben an den von ihnen geschaffenen Kommunismus. Ihr Tod war unausweichlich. Unter allen Staaten des sozialistischen Blockes herrschte in Rumänien die extremste Variante des Kommunismus. Wir hatten in Rumänien einen viel härteren und strengeren Kommunismus als in Ungarn, Bulgarien, der Tschechoslowakei oder anderswo. Bei uns konnte es keine „samtene Revolution“ geben wie in der Tschechoslowakei. Ceauşescu hätte seine Macht nie aufgegeben. Erzählungen, man hätte mit ihnen die Aushändigung eines Flugzeuges verhandeln können oder dass sie eine Flucht ins Ausland planten, sind alles nur leere Worte. Die Wahrheit ist doch, wenn wir ihnen ein Flugzeug zur Ausreise zur Verfügung gestellt hätten, wären sie nicht aus Rumänien geflohen. Er hätte die Führung des Landes nie aufgegeben.
Wissen Sie, was er zu mir sagte?
„Oberst, bitte verraten Sie nicht die Sache des Kommunismus und Sozialismus! Denn wenn wir Rumänien jetzt nicht zusammen vor den Banden, die aus der USA, der Sowjetunion und von den Ungarn geschickt worden sind, retten, wird es ein Rumänien nicht mehr geben.“
Nach den revolutionären Ereignissen bin ich mit der Entwicklung bis zum heutigen Tag zufrieden, denn die Szenarien, die Ceauşescu gezeichnet hat, sind nicht eingetreten. Vielmehr haben sich seine Prophezeiungen vollständig im ehemaligen Jugoslawien erfüllt. Wir haben das getan, was die Jugoslawen und die Iraker nicht getan haben. Wenn nämlich Jugoslawien seinen Diktator Milosevic nach Den Haag ausgeliefert hätte oder der Irak Saddam Hussein und seine Garde vor Gericht gestellt hätte, dann wäre es in diesen Ländern nicht zu den Kriegen gekommen, die wir gesehen haben. Hätten wir anders gehandelt, wären die Amerikaner und die Russen in unser Land gekommen, und nicht einfach nur mit geheimen Beobachtungseinheiten. Ceauşescu sagte mir damals, um uns von seiner Sache zu überzeugen:
„Oberst, das rumänische Moldawien werden sich die Russen nehmen. Die Ungarn werden uns Siebenbürgen nehmen. Das Banat Jugoslawien. Die Dobrodscha wird an Bulgarien gehen. Und von Rumänien wird nur noch die Walachei übrig bleiben!“
Das war das von den Amerikanern und Russen in Malta vereinbarte Szenario für Rumänien. Ich spreche von dem Treffen zwischen Bush und Gorbatschow. Die Geschichte Jugoslawiens und des Irak lässt mich immer mehr daran glauben, dass Ceauşescu Recht hatte. Die Ceauşescus haben für all das Schlechte, das sie begangen haben, mit ihrem Leben bezahlt. Für all das Gute, dass er begangen hat – er war schließlich auch nur ein Mensch -, wird ihm die Geschichte Recht geben. Hierher an diesen Ort sind bereits viele Menschen aus unterschiedlichsten Ländern angereist, auch aus Japan oder China. Denn Nicolae Ceauşescu war eine außergewöhnliche Persönlichkeit in der Geschichte Rumäniens. Durch ihn haben Europa und die Welt von Rumänien erfahren. Viele wusste nichts über das Land, kannten aber Ceauşescu. Wenn es ihn nicht gegeben hätte und er nicht hier gestorben wäre, sondern in Braşov, Galaţi oder Sibiu umgekommen wäre, hätten Sie nicht diesen Ort hier aufgesucht, um sich mit mir zu unterhalten.
Die meisten Rumänen wollen sich nicht mehr an die Revolution erinnern. Es gibt aber auch welche, die die Ceauşescus beweinen. Hier an der Mauer, an der die Exekution stattfand, finden Sie heute immer wieder Kerzen, die für die beiden niedergelegt werden. So wie die Rumänen schon immer gläubig waren und ihre Toten beweint haben. Nach den vielen Jahren müssen wir so ehrlich sein und negative, aber auch positive Aspekte unterstreichen: Für ihre schlimmen Taten wurden sie zu Recht erschossen – sie wurden schließlich nicht für ihre gute Taten, wie den Schwarzmeerkanal, den Metrobau in Bukarest oder den Bau des Hauses des Volkes erschossen. Nein, seien wir gerecht und korrekt, aber für diese Übeltaten hat er mit seinem Leben bezahlt. Er ist nicht in seinem Bett gestorben, sondern an dieser Mauer. Die Geschichte war gerecht mit den beiden, denn viele Rumänen sind unter seiner Diktatur gestorben. Doch das Haus des Volkes wird einmal das Symbol Rumäniens sein, so wie es der Eiffelturm in Frankreich oder das Brandenburger Tor für die Deutschen ist. Man wird fragen:
„Wo steht dieses Gebäude?“ – „In Rumänien“, wird man antworten.
„Und wer hat es bauen lassen…?“ – “Wir haben es gebaut!”, werden die Rumänen antworten. “Ceauşescu hat nur die Peitsche geschwungen.”
Zweiter Teil eines Gesprächs, das das IIPM mit General Andrei Kemenici am 23. Februar 2009 in der Militärkaserne von Targoviste führte. General Kemenici war zur Zeit der rumänischen Revolution Kommandant der etwa sechzig Kilometer nördlich von Bukarest gelegenen Kaserne, in der Elena und Nicolae Ceausescus zu Tode verurteilt und erschossen wurden. Mehr zum Besuch des IIPM in der Targovister Kaserne hier.
Die dem Gespräch beigegebenen Illustrationen zeigen den von Jan van Eyck 1432 für die Genter St. Bravo-Kathedrale geschaffenen Flügelaltar. Thema des Altars ist die Anbetung des Gotteslammes - die Schlussszene der Apokalypse des Johannes und der Einzug der Auserwählten nach dem Jüngsten Gericht in das Neue Jerusalem. Die in Ausschnitten gezeigten Adam und Eva, nackt und übergroß dargestellt, erinnern an den Sündenfall und an die Vertreibung aus dem Garten Eden.
Die Transkription des Gesprächs aus dem Rumänischen besorgte Cristian Capotescu.
Chronik | RSS 2.0 | Kommentar schreiben | Trackback



















22. Mai 2011, 21:42 Uhr
Alter… krasse Story. Wenn ich sowas lese, hoffe ich, dass die Menschheit fertig ist mit so einem kranken Scheiß. Und dann mach ich den fernseher an und sehe in den News Syrien, Afghanistan… nichts gelernt..
20. Dezember 2011, 17:47 Uhr
Dnul.Andrei Kemenici a declarat ca tot procesul facut sotilor Ceausescu a fost filmat.Unde este acest film?Vreau sa spun adevaratul,complect.Acest FILM?Eu cred ca am facut din EX.GEN.KEMENICI si EX.COL.VIOREL CRISTESCU doi EROI,dar in adevar sint doi LUPI in piele de OAIE.Cu cistigul la LOto si-a platit Dnul.KEMENICI pacatele la cei care si-au astupat gura.Unde a ramas ADEVARUL?Unde a ramas DEMOCRATIA?
DESTEAPTATE Romine din somnul tau cel vechi.Sintem un popor destept si mindru!Dece nu reusim sa aratam lumii intregi lucrul acesta?